Aktuelles
Ein August voller Leben
12.09.2026
Es wurde gerätselt, gesungen, gemalt, gepredigt, gespielt, Kaffee getrunken, Kuchen gegessen und vor allem: viel Zeit miteinander verbracht.
Los ging es mit der Nacht der Kirchen in Sennewitz.
Wie schon in den vergangenen Jahren wollten wir dabei nicht einfach nur die Kirchentür öffnen, sondern besonders für Kinder und Familien etwas zum Entdecken anbieten. Diesmal wurde daraus eine kleine Mischung aus Schnitzeljagd und Escape-Room.
Und dafür durfte wirklich die ganze Kirche herhalten.
Die Kinder suchten Hinweise auf dem Friedhof, fanden etwas im Mausoleum, öffneten Umschläge, lösten Rätsel und machten sich in der Kirche auf Spurensuche – bis hinauf zur Kanzel. Überall wartete etwas darauf, entdeckt zu werden.
Besonders schön war dabei, dass in diesem Jahr viele helfende Hände mitgemacht haben. Ideen entwickeln, Rätsel vorbereiten, Dinge verstecken, Stationen betreuen – so ein Abend entsteht eben nicht von allein. Umso schöner, wenn viele gemeinsam daraus etwas Besonderes machen.
Und die Mühe hat sich gelohnt: Zahlreiche Kinder und Erwachsene fanden den Weg zu uns und machten sich neugierig auf die Suche.
An dieser Stelle möchten wir auch einmal ganz besonders Bettina Prüß danken, die die Nacht der Kirchen bei uns schon seit vielen Jahren mit viel Einsatz, Ideen und Herz begleitet. Dass solche Veranstaltungen Jahr für Jahr stattfinden können, ist alles andere als selbstverständlich.
Nach der Zeit für die Kinder wurde es musikalisch. Bereits zum zweiten Mal in Folge war auch wieder ein Chor bei uns zu Gast und füllte die Kirche mit Musik. So hatte der Abend zwei ganz unterschiedliche Seiten: erst suchen, rätseln und entdecken – und anschließend einfach sitzen, zuhören und genießen.
Eine schöne Mischung.
Kirche zum Mitmachen
Nur eine Woche später ging es weiter mit unserem zweiten Familiengottesdienst.
Schon beim ersten Familiengottesdienst hatten wir gemerkt, wie schön es sein kann, manches ein wenig anders zu machen. Also blieb auch diesmal der Talar im Schrank und unser Pfarrer David Joram feierte den Gottesdienst ganz bewusst etwas ungezwungener mit uns.
Auch die Predigt war wieder keine klassische Predigt, bei der einer spricht und alle anderen zuhören. Stattdessen wurde sie als Dialog gestaltet – und Kinder wie Erwachsene konnten sich mit eigenen Gedanken und Antworten einbringen.
Unser Thema war diesmal der Neuanfang.
Auf einem Flipchart sammelten wir gemeinsam Ideen: Wann brauchen wir einen Neuanfang? Was kann uns dabei helfen? Und welche Wege führen manchmal aus einer Situation heraus, in der wir feststecken?
Außerdem wurden kleine Steine bemalt und natürlich wurde gemeinsam gesungen.
Und beim Singen merken wir übrigens immer wieder: Auch da gibt es für uns noch einiges zu entdecken. Welche Lieder funktionieren mit Kindern und Erwachsenen gleichermaßen? Welche machen Freude, sind schnell mitzusingen und passen trotzdem zu einem Gottesdienst? Und vielleicht finden sich ja irgendwann noch ein paar Menschen, die Lust haben, unsere Gemeinde beim Singen ein bisschen kräftiger zu unterstützen. Wer gern singt und sich das vorstellen kann, darf sich sehr gern bei uns melden. 😊
Denn Familiengottesdienst soll bei uns weiter wachsen dürfen – mit neuen Ideen, neuen Liedern und Menschen, die Lust haben, etwas auszuprobieren.
Nach dem Gottesdienst war jedenfalls noch nicht Schluss. Im Vorraum der Kirche blieben viele einfach noch stehen. Es gab Kaffee und kleine Snacks, Gespräche entstanden und niemand hatte es besonders eilig, nach Hause zu kommen.
Und vielleicht ist genau das mindestens genauso wichtig wie alles, was vorher im Gottesdienst passiert: Zeit füreinander zu haben.
Unser nächster Familiengottesdienst ist leider erst im Februar. Aber bis dahin gibt es natürlich weitere Gelegenheiten für Familien, Kirche gemeinsam zu erleben – zum Beispiel zu Sankt Martin und später in der Weihnachtszeit mit unserem Krippenspiel.
Und dann wurde auch noch gefeiert
Als wäre das noch nicht genug gewesen, folgte schließlich unser Gemeindefest in Teicha.
Eingeladen waren nicht nur die regelmäßigen Gottesdienstbesucher, sondern alle Gemeindemitglieder und natürlich ebenso Menschen, die einfach neugierig auf unsere Kirche und unsere Gemeinschaft sind.
Den Beginn bildete ein Gottesdienst, musikalisch begleitet vom Posaunenchor. Auch einige kleine Spiele hatte David wieder vorbereitet – denn ganz ohne Mitmachen geht es bei uns inzwischen nicht mehr.
Viele hatten etwas mitgebracht: Kuchen, Salate und andere Leckereien. Und so entstand schnell eine lange Tafel mit allem, was zu einem richtigen Gemeindefest gehört.
Besonders schön war auch diesmal die Mischung der Menschen. Jung und Alt kamen zusammen, alte Bekannte trafen sich wieder, andere lernten sich vielleicht zum ersten Mal kennen.
Und der Pfarrgarten ist dafür einfach ein wunderbarer Ort.
Man kann mitten im Trubel zusammensitzen und erzählen – oder sich ein paar Meter weiter eine ruhige Ecke suchen und in einem Gespräch zu zweit versinken. Kinder laufen herum, jemand holt noch ein Stück Kuchen und an einem anderen Tisch wird schon seit einer halben Stunde über Gott und die Welt gesprochen.
Genau so darf ein Gemeindefest sein.
Wenn der Juli also unser Monat zum Durchatmen war, dann war der August eindeutig der Monat der Begegnungen.
Menschen haben vorbereitet und geholfen. Kinder haben gesucht und gerätselt. Wir haben gemeinsam gesungen, nachgedacht und ausprobiert. Wir haben Kaffee getrunken, Kuchen gegessen, gefeiert und miteinander geredet.
Und bei all den unterschiedlichen Veranstaltungen ging es am Ende eigentlich immer um dasselbe:
Menschen kommen zusammen.
Manchmal zum Gottesdienst.
Manchmal zum Rätseln.
Manchmal zum Singen.
Und manchmal einfach auf einen Kaffee im Pfarrgarten.
Ein ziemlich voller August also.
Aber vor allem ein ziemlich schöner.